Eine Futtermittelallergie beim Hund äußert sich selten eindeutig und wird deshalb oft erst nach längerer Zeit richtig eingeordnet. Typische Warnsignale sind anhaltender Juckreiz – häufig konzentriert an Pfoten, Ohren oder Bauch –, wiederkehrende Ohrenentzündungen, die trotz Behandlung immer wieder auftreten, sichtbare Hautrötungen oder ungewöhnlicher Haarausfall sowie chronische Verdauungsprobleme wie weicher Kot oder gelegentliches Erbrechen ohne erkennbaren Auslöser.
Weil sich viele dieser Symptome auch bei anderen Erkrankungen zeigen, sollte der erste Schritt bei Verdacht immer der Tierarztbesuch sein, um Parasiten, Infektionen oder andere Ursachen sicher auszuschließen.
Bestätigt sich der Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit, kommt in der Regel eine mehrwöchige Ausschlussdiät mit einer bislang nicht gefütterten, seltenen Proteinquelle zum Einsatz, um den tatsächlichen Auslöser einzugrenzen. Am häufigsten reagieren Hunde dabei auf Rind, Huhn, Milchprodukte oder Weizen – seltene Proteine wie Strauß oder Kamel gelten demgegenüber als deutlich risikoärmer.
Die häufigsten Symptome
- Anhaltender Juckreiz, oft an Pfoten, Ohren, Bauch
- Wiederkehrende Ohrenentzündungen
- Hautrötungen oder Haarausfall
- Verdauungsprobleme
Was tun bei Verdacht?
Erst der Tierarztbesuch, dann gegebenenfalls eine Ausschlussdiät mit einer neuen, seltenen Proteinquelle.
Seltene Proteinquellen für die Ausschlussdiät
- Kamelhaut – eine der seltensten Quellen überhaupt, sehr mager
- Straußenhaut – hypoallergen und sanft, guter Einstieg
- Pferdefleisch – cholesterinarm, erster Schritt weg von Rind und Huhn
- Ziegenziemer und Hirschjerky – weitere Monoprotein-Optionen
- Trainingssnack Insekten – falls auch das Training weiterlaufen soll
Häufige Fragen
Heilbar?
Nein, aber gut managebar durch Meiden des Auslösers.
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